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Anleitung: Polyester richtig färben – Methoden und Tipps

Frauen füllen Kratomblätter um

Polyester ist ein Textil, das pflegeleicht und formstabil ist und deshalb in vielen Kleidungsstücken enthalten ist. Daher tritt auch häufig die Frage auf, ob und wie man Polyester färben kann. Kurzum: Ja, Polyester kann man färben, jedoch nicht auf herkömmliche Weise mit Textilfarben oder Hausmitteln. Es sind spezielle Farbstoffe und hohe Temperaturen notwendig. 

Erfahren Sie hier, wie Sie Polyester richtig färben und welche typischen Fehler zu vermeiden sind. Ideal für DIY-Fans, Upcycling Kleidung und kreative Projekte.

Was ist Polyester und warum ist es schwer einzufärben?

Polyester besitzt eine dichte, wasserabweisende Oberfläche und zählt zu den synthetischen Fasern. Deshalb können normale Farbstoffe nicht in die Fasern eindringen, weshalb das Färben von Polyester komplizierter ist als zum Beispiel Baumwolle oder Leinen. 

Um die Fasern aufzulockern, damit die Farbe eindringen kann, sind hohe Temperaturen zwischen 93 und 100°C notwendig. Falls Polyester nicht genügend aufgeheizt wird, bleibt die Farbaufnahme schwach oder ungleichmäßig.

Welche Farbstoffe eignen sich für Polyester?

Da Polyester aus synthetischen Fasern besteht, sind spezielle Textilfarben notwendig:

  • Bei 100% Polyester:  Hier ist Dispersionsfarbe notwendig
  • Mischgewebe bis 50% Polyester: Spezialprodukte wie Simplicol möglich
  • Über 50% Polyester: ebenfalls Dispersionsfarbe
  • Naturfarbstoffe: nicht geeignet

Naturfarben funktionieren nur auf Naturfasern. Bei Mischgewebe kann ein leichter Melange Effekt entstehen, da Baumwollmischung und Synthetik unterschiedlich Farbe aufnehmen.

Dispersionsfarbstoffe für 100% Polyester

Um 100% Polyester färben zu können, benötigt man Dispersionsfarbstoff. Das ist ein sehr feines, nicht wasserlösliches Farbpigment, welches unter hohen Temperaturen direkt in die synthetischen Fasern eindringt. 

Geeignete Produkte sind z. B. iDye Poly oder Rit DyeMore. Diese Farben wurden speziell für Synthetik entwickelt und eignet sich daher hervorragend für die Anwendung von Polyester färben. Die breite Farbpalette bietet auch keine Einschränkungen in Auswahl und Möglichkeiten. 

Wichtig: Während des gesamten Färbeprozess muss die Temperatur konstant hoch bleiben, damit eine gute Farbechtheit erreicht wird.

Farbstoffe für Mischgewebe

Wenn Mischgewebe vorhanden ist, hängt die korrekte Textilfarbenwahl vom Anteil des Polyesters ab. Bis zu 50% Polyester kann Simplicol verwenden werden. Es ist aber wichtig zu erwähnen, dass die Farbintensität meist heller ausfällt. 

Sofern der Polyesteranteil über 50% liegt, empfiehlt sich hier wieder die Dispersionsfarbe. Durch unterschiedliche Farbaufnahmen kann ein interessanter Farbverlauf entstehen. Wer eine gleichmäßige Einfärbung möchte, sollte den Faseranteil genau prüfen.

fertiges Kratompulver

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Polyester-Stoff färben

Die beste Methode, um Polyester zu färben, ist die Topf-Methode. Die Dispersionsfarbe im Topf sorgt für eine gleichmäßige Hitzeverteilung. Kleidung aus anderen Stoffen hingegen, färbt man am besten mit einem Färbebad.

Benötigte Materialien

  • Großer Edelstahltopf
  • Thermometer
  • Dispersionsfarbe
  • Rührlöffel
  • Handschuhe & Schutzkleidung
  • Waage oder Messbecher

Bei der Auswahl des Topfes ist es wichtig, die passende Größe zu wählen. Dieser muss nämlich groß genug sein, damit der Stoff frei schwimmen kann. Das Thermometer wird benötigt, um die Temperatur zu regulieren, da hohe Grade nötig sind. Eine Vorwäsche ohne Weichspüler verbessert das Ergebnis.

Durchführung des Färbevorgangs

  1. Stoff vorwaschen (ohne Weichspüler).
  2. Topf mit ausreichend Wasser füllen.
  3. Wasser auf 93–100 °C erhitzen.
  4. Dispersionsfarbe im heißen Wasser auflösen.
  5. Textil vollständig ins Färbebad legen.
  6. 30–60 Minuten köcheln lassen.
  7. Regelmäßig umrühren.

Wichtig ist, dass die Temperatur konstant hoch bleibt, denn nur so können sich die Fasern öffnen und die Farbe aufnehmen. Das gleichmäßige Rühren verhindert dabei Farbflecken und sorgt für eine gleichmäßige Färbung. Für intensivere Ergebnisse kann die Färbezeit verlängert oder nachgefärbt werden.

Spülen und Nachbehandlung

Nach dem Färben ist es wichtig, den Stoff mit warmen und anschließend mit kühlem Wasser zu durchspülen, bis das Wasser klar wird. So wird die Farbübertragung beim Waschen reduziert. Waschen Sie den Stoff dann noch einzeln in der Waschmaschine ohne Weichspüler. Lufttrocknung im Schatten schützt vor Farbverlust. Beachten Sie die Waschanleitung des Herstellers.

Häufige Probleme und Lösungen

Beim Färben von Polyester treten meist temperaturbedingte Probleme auf.

Farbe zu hell oder ungleichmäßig

Ursachen:

  • Zu niedrige Temperatur
  • Zu wenig Wasser
  • Zu wenig Bewegung

Lösungen:

  • Thermometer verwenden
  • Größeren Topf wählen
  • Länger färben
  • Regelmäßig rühren

Ein Farbtest an Stoffproben hilft, die gewünschte Farbintensität vorab zu prüfen.

Farbe blutet aus

Falls die Farbe ausblutet, wurde zuvor nicht ausreichend gespült oder Weichspüler verwendet. Es ist wichtig, dass der Stoff zunächst mit warmen und dann mit kaltem Wasser abspülen. Das Wasser sollte klar sein, bevor der Stoff separat in der Waschmaschine gewaschen wird. 

Alternative: Kratom für Naturfasern

Viele fragen sich: Kann man Polyester einfärben mit Naturprodukten? Nein – Naturfarbstoffe haften nur auf Baumwolle, Leinen, Wolle oder Seide.

Kratom ist ein pflanzlicher Farbstoff für Naturfasern und erzeugt erdige Töne. Für Polyester sind jedoch ausschließlich Dispersionsfarben geeignet.

Fazit

Das Färben von Polyester ist möglich, erfordert aber spezielle Farben und eine spezielle Vorgehensweise. Bei 100% Polyester sind zwingend hohe Temperaturen bis zu 100°C notwendig, damit die synthetischen Fasern komplett aufgehen. Bei Mischgewebe bestimmt der Faseranteil das Ergebnis.

Wer Polyester Kleidung färben möchte, sollte sich sorgfältig vorbereiten, konstant rühren und gründlich nachbehandeln. So lassen sich Textilien erfolgreich auffrischen und kreativ neugestalten.

FAQ

Simplicol ist gut für Mischgewebe geeignet, das einen maximalen Polyester-Anteil von 50% aufweist. Die Färbung fällt etwas heller aus, da die synthetischen Fasern des Polyesters weniger Farbe aufnehmen. Sofern der Stoff mehr als 50% Polyester besitzt, ist dieser Farbstoff nicht geeignet. Bei >50% Polyester-Anteil ist eine spezielle Dispersionsfarbe nötig, wie zum Beispiel iDye Poly oder Rit DyeMore, da diese für hohe Färbe-Temperaturen konzipiert sind.

Ja, kann man, aber nur mit Dispersionsfarbe. Damit die schwarze Farbe gleichmäßig aufgenommen wird, ist eine Temperatur von 100°C nötig und die Färbezeit von etwa 60 Minuten. Falls die Farbe nach 60 Minuten noch nicht stark genug aufgenommen wurde, kann man auch einen zweiten Färbedurchgang tätigen und die Farbintensität erhöhen. Eine geeignete Dispersionsfarbe für diesen Prozess ist die iDye Poly Black. 

Die Dauer hängt von der Zusammensetzung des Stoffes sowie der gewünschten Farbintensität ab. Grundsätzlich sind etwa 30 bis 60 Minuten bei knapp 100°C nötig. Je länger Sie den Stoff färben, desto intensiver wird die Farbe. Für eine kräftige Farbe ist somit ein Prozess von 60 Minuten zu empfehlen. Am besten führen Sie zuerst einen Farbtest mit einer Stoffprobe durch, damit es klar wird, wie der Stoff reagiert. 

Nein, Naturfarbstoffe können nur auf Naturfasern haften. Da Polyester synthetisch ist und somit eine andere Faserstruktur aufweist, kann der Farbstoff nicht eindringen.  Für das Färben von Polyester sind ausschließlich Dispersionsfarben geeignet.

Polyester ist ein synthetischer Stoff, weshalb nur spezielle Dispersionsfarben von den Fasern aufgenommen werden können. Für den Färbungsprozess sind hohe Temperaturen nötig, damit die Fasern aufgebrochen werden und die Farbe eindringen kann. Nach der Färbung ist es wichtig, den Stoff mit warmen und dann mit kaltem Wasser auszuspülen und danach bei niedrigen Waschtemperaturen ohne Weichspüler zu waschen. Vermeiden Sie Bleichmittel, damit die Farbe nicht ausgewaschen wird.

Arif Santoso ist Pflanzenforscher aus Indonesien und arbeitet seit über einem Jahrzehnt im Bereich tropischer Botanik. Seine Leidenschaft gilt der Erforschung traditioneller Pflanzen wie Kratom (Mitragyna speciosa), das in seiner Heimatregion natürlich vorkommt.

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